PREKARITÄT, KUNST UND CORONA / EIN STATEMENT + FÜNF GRAFIKEN / VON CINDYCAT

Es war einmal, da gab es bei uns in der FAU Dresden eine Branchengruppe Kunst / Kultur. Sie nannte sich CindyCat. Bekannt ist sie euch vielleicht als Einladende zu Vernetzungs-treffen, als Mitdiskutantin auf Veranstaltungen, als Herausgeberin von Kunstarbeiter-Fragebögen oder Selbsttests wie aus der Bravo (dt./engl.).
Als sich einige der Beteiligten in verschiedene Städte und Länder verstreuten, löste sich die Gruppe auf. Schade für die FAU Dresden. Weiterhin arbeiten einige unserer Mitglieder im Kunst- oder Kulturbereich, aber bislang hat sich noch keine neue Branchengruppe gebildet. Warum eigentlich nicht? Weil wir Anarchist:innen sind und deshalb nichts von oben oder für andere beschlossen wird. Dinge passieren nur, wenn Leute von unten damit anfangen. Wenn ihr euch als Kulturarbeiter:innen gewerkschaftlich organisieren wollt, stellen wir gern unsere Strukturen und Ressourcen zur Verfügung.
Zurück zu CindyCat. Die Dresdner K&K Branchengruppe hat sich als solche zwar aufgelöst, aber ein paar Beteiligte sind weiterhin international miteinander in Kontakt und agieren unter Umständen auch gemeinsam. Beispielsweise riefen sie am 8.März 2019 unter dem Titel „No more devotion!“ zum Künstlerinnen*-Streik auf. Nun, geschädigt von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, konnten sie sich auch wieder nicht zurückhalten. Es entstanden ein Pamphlet und fünf Grafiken, letztere in Kooperation mit der „Abteilung Handlungspotential“. Ihr könnt das Ganze entweder als Broschüre ausdrucken und irgendwo hinhängen, oder es online verteilen. Auf Wunsch der Katze stellen wir es euch auch auf unserer Seite zur Verfügung. Es handelt auch, aber nicht nur, von armen Künstler:innen. CindyCat lässt sich nicht mit Grundeinkommen abspeisen, sie ist utopisch drauf! Auffällig sind die vielen SystemreleWanzen.
Dateien zum Download: Broschüre dt. / Seiten dt. / brochure engl. / pages engl.

 

 

Unterstützt den Streik der Feldarbeiter_innen in Bornheim!

Quelle: Die Plattform Deutschland

Seit Freitag, dem 15. Mai 2020 befinden sich auf dem insolventen Hof Spargel Ritter in Bornheim bei Bonn weit über 100 Erntehelfer_innen im Arbeitskampf. Es geht neben ausstehenden Löhnen auch um die Unterbringung in unbeheizten Containern und unvollständige fehlende Schutzausrüstung gegen die Corona-Pandemie, unzumutbare sanitäre Zustände. Die FAU Bonn unterstützt die Kolleg_innen aktiv ihren Kampf. Am 18. Mai fanden sich mehrere hundert Unterstützer_innen an den Unterkünften ein. Am 19. Mai zogen Arbeiter_innen und Unterstützer_innen in Bonn zur Insolvenzverwaltung und zum rumänischen Konsulat. Der Streik braucht vielfältige Unterstützung.

Hintergrund-Artikel:  Direkte Aktion, Interview mit Radio Corax Halle

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Update Corona: Arbeitsrecht, Nachbarschaftshilfe, politisches

Wird laufend aktualisiert, letztes Update: 20. April, 13 Uhr

Inhalt: 1. Arbeitsrecht & Corona | 2. Erwerbslosigkeit & Corona | 3. Beratungen und Dienste der FAU Dresden während Corona | 4. Übersicht von Nachbarschaftshilfe in Dresden | 5. Übersicht von Hilfsfonds für Beschäftigte & Soloselbstständige | 6. Beratungsnummern und Hilfsstellen (u.a. häusliche Gewalt) 7. Corona und Polizeistaat | 8. weiteres Interessantes

Arbeitsrecht und Corona, Krankschreibungen

Auf der Seite der Bundes-FAU findet ihr aktuell Sammlungen zu Regelungen bzgl. Arbeitsrecht, Recht für Soloselbstständige und vieles mehr. Aktuell ist manches aufgrund der dynamischen Lage noch etwas unsortiert oder gedoppelt – das wird sicher in den nächsten Tagen besser. Sollten Fragen unbeantwortet bleiben, stellt sie uns gerne, wir suchen eine Antwort und nehmen die Fragen mit auf.

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Füllt die Streikkasse: Migrantischer (Hunger-)Streik in Valencia geht in die 8. Woche

Seit dem 25. Februar sind die Arbeiter_innen der Fabrik von Productos Florida SA in Almassora, Valencia (Spanien) im unbefristeten Streik. Die Hauptforderung der Belegschaft ist, dass alle scheinselbstständigen Arbeiter_innen sofort reguläre Arbeitsverträge erhalten – und damit grundsätzliche und eigentlich selbstverständliche Arbeiter_innenrechte.

Die Streikenden errichteten ein Streik-Camp vor den Toren der Fabrik, einige Teile der Belegschaft gingen sogar in den Hungerstreik. Die Belegschaft organisierte Kundgebungen und Demonstrationen, u.a. auch in Barcelona (Sitz des Mutterkonzerns, der Servicarne Cooperative) und Madrid (Sitz des Arbeitsministeriums).

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Freitag, 3. April: Online-Schüler_innenvernetzung

Da die letzte Schüler_innenvernetzung leider ausfallen musste,haben wir uns überlegt eine online stattfinden zu lassen. Gerade in Zeiten, wo wir noch mehr auf uns allein gestellt sind, ist es wichtig, dass wir weiter vernetzt sind um trotzdem handlungsfähig zu bleiben. Wenn ihr Stress Zuhause oder mit der Schule habt, euch die soziale Distanznahme zu schaffen macht oder ihr einfach mal quatschen wollt freuen wir uns auf euch! Also haltet euch Freitag den 03.04 ab 17:00 Uhr frei. „Freitag, 3. April: Online-Schüler_innenvernetzung“ weiterlesen

Aussetzen der Alternativen Schüler_innenvernetzung

Liebe Sympathisant_innen,

nach einigen Diskussionen haben wir uns als Schwarze Rose dazu entschlossen, dass wir die Alternative Schüler_innenvernetzung für Mittwoch absagen. Auch wenn Jugendliche nicht zur Hauptrisiko-Gruppe gehören, übertragen wir das Corona-Virus doch weiter und gefährden damit andere Menschen massiv. Wenn wir den Virolog_innen¹ glauben, dann ist soziale Distanznahme, also das Vermeiden von Kontakten zu anderen Menschen, gerade das einzige Mittel um die Überlastung des Gesundheits-Systems und damit auch die Todesrate zu minimieren.

Beim feministischen Streikmobil forderten wir bessere Sexualaufklärung und verteilten Kondome mit der Forderung nach freiem Zugang zu Verhütungsmitteln und gesundheitlicher Aufklärung. Bei den Fridays-For-Future-Demonstrationen fordern wir immer wieder ein, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Klima-Katastrophe ernst genommen werden und es so schnell wie möglich einen radikalen Wandel braucht um sie einzudämmen.
Es wäre widersinnig in der jetzigen Situation mit Blick auf die Erfahrungen in China, Italien und Iran die Erkenntnisse der Expert_innen zu ignorieren und so weiter zu machen wie bisher.

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17. & 18. März, Beratung, Vernetzung, Vortrag

Gewerkschaftliche Beratung | 17.3. | 18-20 Uhr | FAU-Büro, Overbeckstraße 26, Hinterhaus | Dresden-Übigau

Alternative Schüler_innenvernetzung | 18.3. | 16-18 Uhr | Malobeo, Kamenzer Straße 38 | Dresden-Neustadt

Vortrag: Mit Basisgewerkschaften zum gesellschaftlichen Umbruch? | 18.3. | 18:30 Uhr | PlatzDa!, Wernerstraße 21 | Dresden-Löbtau

Wer auf Arbeit oder in der Schule Probleme wegen Teilnahme an Streikaktionen rund um den 8. März bekommen hat soll sich bitte bei uns melden, damit wir euch solidarisch unterstützen können. Eine gute Gelegenheit eure Fälle anzugehen bieten sich dann auch am 17. März bei der gewerkschaftlichen Beratung oder am 18. März bei der Alternativen Schüler_innenvernetzung (diesmal im Malobeo). Beide ist aber auch ein möglicher Anlaufpunkt für Menschen, die sich nun weiter organisieren wollen um zukünftige Aktionen noch kraftvoller und effektiver zu machen. Am 18. März gehen wir außerdem in einem Vortrag der Frage nach den Konzepten der anarchistischen Gewerkschaftsbewegung und ihrer Verwandtheit und den Unterschieden zu anderen linken Bewegungen nach. „17. & 18. März, Beratung, Vernetzung, Vortrag“ weiterlesen

Corona: Arbeitsrecht, Solidarität, Krankschreibung for future

Corona, Corona, Corona – dieses dominante Thema geht natürlich auch an uns nicht vorbei. Wir wollen hier jedoch weder die 100. Belehrung zum Händewaschen noch panische Stimmung verbreiten aber im Sinne der viel besprochenen solidarischen Nachbar_innenschaft wollen wir trotzdem ein paar Worte dazu verlieren.

In Dresden gibt es nun die ersten Fälle, in denen Menschen in häuslicher Quarantäne sind. Auch viele Menschen die zu sogenannten Risikogruppen (Ü50, U18, Vorerkrankte) gehören, sind in ihrer Teilnahme am öffentlichen Leben eingeschränkt, Veranstaltungen werden teilweise abgesagt, weitere Einschränkungen sind möglich. An diesen Stellen ist es wichtig, nachbarschaftliche Hilfe zu leisten.

Wir möchten euch dazu anregen, den Austausch mit euren Nachbar_innen zu suchen. Natürlich nicht um panische Stimmung zu verbreiten, sondern um zu schauen, wer vielleicht jetzt schon Hilfe und Unterstützung braucht und um den Ellbogen und der egoistischen Hamsterkauf-Mentalität praktische Solidarität entgegenzusetzen. „Corona: Arbeitsrecht, Solidarität, Krankschreibung for future“ weiterlesen

Aufruf zum feministischen Streikmobil 2020

Treffpunkt: 8:00 Uhr an der Freien Alternativschule
(Stauffenbergallee 4)

Route: siehe Flyer

Feierlicher Abschluss: 14:30 am Albertplatz

SEXISMUS
Es ist 2020 und doch sind Benachteiligungen und Einschränkungen aufgrund von Geschlecht nicht überwunden. Berufe im sozialen und gesundheitlichen Bereich, in dem hauptsächlich Frauen arbeiten, werden noch immer schlechter bezahlt als Berufe in männer-dominierten Branchen. Insgesamt sind die Löhne (21%) und Renten (44%) für Frauen durchschnittlich geringer. Auch weil sie öfter in Teilzeit arbeiten, um unbezahlte Arbeit im Haushalt oder Kindererziehung bewältigen zu können, vor der sich die Partner oft drücken. Auch sexuelle Selbstbestimmung ist nicht gegeben. Verhütungsmittel stehen nicht kostenlos zur Verfügung und die Entscheidung gegen eine Schwangerschaft wird nach wie vor durch Regeln im Strafgesetzbuch (§218) kriminalisiert. Schönheits- und Verhaltensnormen bauen immer noch massiven Druck auf und schränken Menschen aller Geschlechter ein. Auch Diskriminierung queerer Personen sowie sexistische Kommentare bis hin zu sexualisierter Gewalt gehören 2020 noch zum Alltag vieler Menschen.

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4.3. Organizing-Workshop: Zusammen mehr erreichen – auch in Betrieb und Kiez

4. März | 18 Uhr | Nachbarschaftscafé PlatzDa! | Wernerstraße 21, 01159 Dresden

Für Veränderungen in Betrieb, Stadtteil und Gesellschaft brauchen wir Verbündete, müssen wir verlässliche Bänder der Alltagssolidarität knüpfen, miteinander ins Gespräch kommen, uns vertrauen lernen und gemeinsame Ziele finden und formulieren.

Im Workshop geben wir eine Einführung in die Techniken des „Organizings“ und vermitteln unsere Erfahrungen aus Betriebs- und Stadtteilarbeit. Ihr lernt die Fallstricke gemeinsamer Organisierung abseits der Szeneblasen kennen aber auch praktische Techniken die euch dabei unterstützen. Bei all dem ist natürlich auch Zeit für eure Fragen und Erfahrungen. Abschließend gehen wir gemeinsam typische Gesprächssituationen durch.

Mit der Veranstaltung wollen wir unseren Beitrag für eine wachsende, wirkmächtige, politische Streik- und Nachbarschaftsbewegung leisten.