FAU Erzgebirgskreis

Wir sind eine libertäre, also freiheitliche Basisgewerkschaft. Bei uns gibt es keine Führungsspitze und alle Entscheidungen werden von allen Mitgliedern gemeinsam getroffen.

Die FAU im Erzgebirgskreis ist noch eine kleine Gruppe an Menschen, die sich für verbesserte Lebensbedingungen und gerechtere Arbeitsbedingungen im Landkreis einsetzt. Das setzt natürlich voraus, dass jeder Mensch für seine Arbeit auch genug Geld zum Leben bekommen muss, um sich nicht am Ende des Monats den Kopf zerbrechen zu müssen, ob das Geld noch für die eigenen Kinder reicht.
Deshalb haben wir schlechten Löhnen und miesen Arbeitsbedingungen aber auch Stress auf dem Amt den Kampf angesagt. Unsere Lösung heißt gegenseitige Solidarität und ein gelebtes Miteinander.

Wir freuen uns über eure Anregungen bzw. wenn du Mitglied bei uns werden willst, schreib uns eine Mail an: fauerz@fau.org

Die Vollversammlungen fallen Coronabedingt erst mal aus.

Schreibt uns in dringenden Fällen einfach eine Mail oder nutzt das FAU-Telefon.

Solidaritätsaktion mit dem Personal am Erzgebirgsklinikum Annaberg

Am heutigen Tag (27.01.2021) hat die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Erzgebirgskreis gemeinsam mit dem Spektrum360 – Libertäre Linke Erzgebirge ein Solidaritätstransparent am Erzgebirgsklinikum Annaberg aufgehängt.
Mit dieser Aktion wollen wir auf die schlimmen Missstände in Sachen Arbeitsbedingungen im EKA aufmerksam machen.
Laut Aussagen des Personals sollen zur Zeit um die 180 Angestellte aufgrund von Krankheit, Quarantäne oder gar einer Covid-Infektion fehlen.
Auszubildende werden lediglich für 30 Stunden die Woche und befristet übernommen. Die befristeten Arbeitsverträge beim EKA haben seit Jahren Methode. So gibt es Angestellte, die trotz 30-jähriger Betriebszugehörigkeit immer nur befristet angestellt werden, jedes Jahr erneut einen Antrag auf mehr Arbeitsstunden stellen und sich dennoch nur von einer Befristung zur nächsten hangeln.
Krankenhäuser in Berlin oder auch in Dresden haben längst erkannt, dass sie in Zeiten des Pflegenotstandes ihr gutes und motiviertes Personal nur halten können, wenn sie ihnen eine 40 Stunden Woche unbefristet und mit guter Bezahlung anbieten. Dies ist bis zur EKA Geschäftsleitung noch nicht durchgedrungen, denn so sieht nun mal kommunale CDU-Krankenhaus-Politik aus.
Besonders in der aktuellen Corona-Pandemie ist die Belastung des Personals unerträglich geworden.
Mitarbeiter*Innen schleppen sich nur noch Richtung Urlaub. Das Arbeitsklima ist aufgrund von Dienstmarathons deutlich gesprochen ‘beschissen’. Alle gehen auf dem Zahnfleisch.
Ein Tarifvertrag, der personal- und patientenfeindliche Mindeststandards festlegt, verdient diesen Namen nicht.
Wir fordern ein Ende dieser personalfeindlichen Arbeitsbedingungen am EKA, die auch das Patientenwohl gefährdet.
Unsere Solidarität gilt den Angestellten und ihrer Forderung nach gerechten Arbeitsbedingungen.
Geht mit den systemrelevanten Held*Innen dieser Pandemie so um, wie sie es sich wünschen und behandelt Pflegepersonal nicht wie einen Verschleißgegenstand.
Macht die Pflege zu einem attraktiven Beruf, statt vor dieser Berufswahl abzuschrecken.

Als Abschluss noch ein paar Worte an alle Angestellten im EKA:

Falls Ihr Interesse an unserer Arbeit habt oder Fragen zum Arbeits- und Streikrecht aufkommen, wendet euch gern an uns.
Wir stehen euch zur Seite.
Nur gemeinsam sind wir stark.

[ssba]