Anarchistischer 1. Mai / Anarchist May Day – Kundgebung und Treff ab 14 Uhr am Albertplatz

gemeinsam mit dem Anarchistischen Netzwerk Dresden und vielen Freund:innen

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Schon seit jeher kämpfen Anarchist*innen für die Arbeiter*innenbewegung, sei es durch kämpferische Streiks wie bei der Durchsetzung der gesetzlichen Anerkennung des 8-Stunden-Tages, durch das Verbreiten von eigenen Zeitungen oder als treibende Kraft in Gewerkschaften.Der 1. Mai ist anarchistisch geprägt und sollte dazu dienen, den Errungenschaften zu gedenken und weitere Ideen für eine bessere Gesellschaft zu entwickeln.

Wir fordern die Abschaffung des kapitalistischen Ausbeutungssystems.  Wir fordern eine gerechte Welt, in welcher sich alle nach ihren Fähigkeiten einbringen können und in ihren Bedürfnissen unterstützt werden.  Wir fordern eine Welt, in der Krisen nicht autoritär sondern solidarisch und gemeinschalftlich gelöst werden.Dazu müssen wir unsere Kämpfe vereinen. Für eine feministische, klimagerechte und freie Gesellschaft.

Für eigene Ideen und praktisch gelebte Alternativen! Am 1. Mai und jeden Tag!

Zum anarchistischen 1. Mai in Dresden haben wir ab 14 Uhr eine Kundgebung am Artesischen Brunnen (am Albertplatz) geplant. Es wird verschiedene Redebeiträge zu gesellschaftlich relevanten Themen, wie radikale Arbeitszeitverkürzung, Verteuerung der Wohnsituation und Blick auf die globalen Geschehnisse geben. Ihr habt außerdem die Möglichkeit, verschiedene Infoständen, z.B. vom Malobeo, der FAU, tierbefreiung dresden, den Zapatistas und der Queer Pride DD zu besuchen.

Weiter werden wir wieder offene Formate und kleine Workshops anbieten, die interaktiv sind, um sich inhaltlich auszutauschen. Dafür wollen wir eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre schaffen. Bringt gerne Decken und Kissen mit um uns dabei zu unterstützen. Eine eigene Tasse für Kaffee und Tee zum veganen Kuchen kann auch nicht schaden.
Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam einen informativen und kreativen 1. Mai erleben!

Für mehr Anarchie und Solidarität im Alltag!
Heraus zum anarchistischen 1. Mai!

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Feministischer 1. Mai | Prolet:innen aller Gender, vereinigt euch!

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Feministischer 1. Mai – Völlig fertig mit dem Patriarchat

Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit, nicht nur der bezahlten Lohnarbeit. Es ist der Kampftag nicht nur bestimmter ArbeitER, sondern aller Lohnabhängigen, Prolet:innen und Prekarisierten. Es ist also auch unser Tag als lohnabhängige Lesben, Frauen, inter, trans, nichtbinären und agender Personen.

Wir arbeiten in prekären Jobs, die unsere Körper und Psychen zerstören, sind vom Jobcenter abhängig, sind (allein) für Kinder verantwortlich, pflegen Angehörige und Freund:innen. Unsere Arbeit wird nicht wertgeschätzt, nicht gesehen, sie ist schlecht bezahlt oder gar nicht bezahlt. Wir füllen ständig Versorgungs- und Sorge-Lücken und sind dabei strukturell ärmer als andere. Unsere Körper und unser Geist werden ausgebeutet, erst recht, wenn wir außerdem rassistisch oder anders mehrfach diskriminiert werden, umso schlimmer, wenn wir gerade direkt mit Krieg konfrontiert oder auf der Flucht sind.

Krisen werden schon immer auf unseren Rücken abgeladen. Wir sind sowieso schon völlig fertig mit dem patriarchalen Normalzustand. Ökologische Krise, Corona, Krieg, Flucht, Inflation kommen noch oben drauf. Wenn alles teurer wird, Wohnen, Heizen, Essen; und wenn öffentliche Gelder in die Bundeswehr fließen, statt in soziale und ökologische Auffangstrukturen, haben wir die doppelte und dreifache Arschkarte.

Unsere Stärke werden wir nicht dadurch zeigen, dass wir immer mehr schaffen und tragen und aushalten. Sondern indem wir gemeinsam aufhören, unter diesen Umständen weiterzumachen. Weil wir so nicht arbeiten können, weil wir so nicht leben wollen! Deshalb lasst uns gemeinsam für große Streiks und deren mögliche Folgen wappnen, Schritt für Schritt. (Aus aktuellem Anlass: Solidarische Grüße an die Kolleg:innen im Sozial- und Erziehungsdienst!)

Mit großen transnationalen Streiks können wir nicht nur höhere Löhne oder bessere Tarifverträge durchsetzen, sondern auch allgemeinere politische Ziele, z.B.:

  • Reiche (in der Mehrzahl immer noch weiße cis Männer) sollen für die wirtschaftlichen und ökologischen Krisen zahlen.
  • Sofortiges Ende der Kriegshandlungen der autoritären Regime Russlands und der Türkei
  • Aufnahme und Unterstützung aller Geflüchteten unabhängig von Staatsangehörigkeit und Geschlecht
  • Ende der Gewalt gegen Queers und Frauen (Take back the night!)
  • Sorge-Arbeit soll gerecht verteilt sein – im Kleinen wie im Großen.
  • Weniger Arbeit für alle, bei vollem Lohn, d.h. höchstens 20 Stunden pro Woche!

Am Ende müssen wir, um diese Krisen zu überwinden, das kapitalistische Wirtschaftssystem als Ganzes überwinden, und unser Leben und Arbeiten selbstbestimmt in unsere eigenen Hände nehmen. Was würdet ihr gern durchsetzen, was muss sich ändern? Am 8. März war viel zu wenig Zeit für feministische Utopien, also geht es am 1. Mai weiter. Kommt mit euren Freund:innen, Familien, Kolleg:innen, Genoss:innen und Liebsten, mit Kissen, Ständen, Büchern, Snacks etc. um 14 Uhr zum Albertplatz (Artesischer Brunnen) zur Anarchistischen 1. Mai Kundgebung.
Wir freuen uns auf den Austausch mit euch.

Prolet:innen aller Gender, vereinigt euch!
Eure AG Feministische Kämpfe in der Gewerkschaft FAU

Aufruf zum GlobalMayDay / als PDF
– Aufruf zum Streik gegen den Krieg: “1st of May. Strike the War. For a Transnational Politics of Peace” (via Transnational Social Strike Platform)

 

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Redebeitrag zum Ukraine-Krieg von Schüler*innensektion

Am 4. März 2022 schlossen wir uns als Schüler*innengewerkschaft Schwarze Rose der Demonstration des Anarchistischen Netzwerk Dresdens in Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und auf der Flucht an. Im folgenden könnt ihr unseren Redebeitrag nachlesen.

Wenige Wochen sind nun seit dem Einmarsch der Streitkräfte Russlands in die Ukraine vergangen.
Wochen, in denen Menschen für imperiale Interesse morden und ermordet werden.
Wochen, in denen Menschen von Zuhause vertrieben wurden und sich nun auf der Flucht befinden
Wir als Schüler*innen-Gewerkschaft verurteilen diesen Krieg und haben nichts als Verachtung für Putin und seine Anhängerschaft übrig. „Redebeitrag zum Ukraine-Krieg von Schüler*innensektion“ weiterlesen

8. März ist jeden Tag!

Darum haben wir ein Geschenk für euch! In den vergangenen Monaten haben wir uns weitergebildet und möchten im Rahmen unserer gewerkschaftlichen Beratung nun auch gezielt Unterstützung anbieten, wenn ihr Diskriminierung erfahren habt, unabhängig davon, ob oder wie ihr dagegen vorgehen wollt. Ihr seid damit nicht alleine! Wir nehmen euch ernst mit dem, was ihr erlebt habt. Und wir finden es angesichts der Gesamtscheiße wichtig, Strukturen aufzubauen, die dauerhaft sind, wachsen können und konkrete Unterstützung im patriarchalen Alltag geben.

Lasst uns gegenseitig unsere Rücken stärken!

Morgen ist der 8. März ! Streik, Treffpunkte, Demo

Im Tarifstreit der Tarifrunde Sozial- und Erziehungsdienste ruft ver.di zum Streik in Sachsen auf. Ab 9 Uhr wird es eine Streikkundgebung am Neustädter Elbufer zwischen Augustus- und Carolabrücke auf dem Elberadweg mit Beschäftigten des Kita Eigenbetriebes Dresden geben. Hintergrundinfos findet ihr hier: https://www.verdi.de/presse/aktuelle-themen/++co++f765df52-930d-11ec-bc73-001a4a160129

Und was wird morgen 14 Uhr an unserem Treffpunkt am König:innenufer passieren?
Wir können einfach herumstehen oder -sitzen, miteinander über Alltag und Arbeit ins Gespräch kommen, uns eine gute Zeit machen. Wie in unserer Einladung geschrieben, wollen wir uns an diesem Tag Zeit und Raum zu schaffen, um uns auszutauschen: Wie hast du dem Patriarchat schon mal eins ausgewischt? In welchen Momenten fühlst du deine Stärke? Wie habt ihr gemeinsam kapitalistische und patriarchale Zumutungen überwunden? Wie können wir bald massenhaft streiken?

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Erklärung des Internationalen Komitees der FAU zur russischen Invasion in der Ukraine


> Yкраїнський
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Wir, das Internationale Komitee der FAU-Föderation, verurteilen die Invasion des russischen Militärs in die Ukraine auf das entschiedenste. Wir rufen alle solidarischen Arbeiter:innen in Deutschland dazu auf, den Betroffenen in der Ukraine wie auch den mutigen Anti-Kriegsdemonstrant:innen in Russland und Belarus alle erdenkliche Hilfe zukommen zu lassen.

Die militärische Agression der russischen Regierung fordert aktuell Tote und Verletzte, zerstört Städte, Gemeinschaften und Existenzen, sie verfolgt die Macht- und Wirtschaftsinteressen weniger, bezahlt mit dem Blut und dem Leben von Tausenden. Langfristig droht sie die – auch heute schon begrenzten – Freiheitsrechte der ukrainischen Bevölkerung völlig zugunsten der politischen Diktatur auszulöschen.

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Zeit für feministische Utopien – Völlig fertig mit dem Patriarchat

English Version below

8M 22: Einladung und Aufruf der FAU Dresden und der AG Feministische Kämpfe

Auf die Gefahr hin, dass wir uns wiederholen: Das Patriarchat ist die Krise. Nicht Corona. Die Pandemie ist nur ein Ausdruck dessen und verschlimmert die Krise, die es vorher schon gab. Und diese Krise wird schon immer auf unseren Rücken abgeladen – auf den Rücken von Frauen, Lesben, inter, trans, nichtbinären und agender Personen. Unsere Arbeit wird nicht wertgeschätzt, nicht gesehen, sie ist schlecht bezahlt und oft genug auch gar nicht bezahlt. Am beschissensten trifft es uns, wenn wir arm sind, wenn wir in prekären Jobs arbeiten, die unsere Körper und Psychen zerstören, wenn wir rassistisch diskriminiert werden, (allein) für Kinder verantwortlich sind, wir Angehörige und Freund*innen pflegen, in gewalttätigen Beziehungen leben müssen. „Zeit für feministische Utopien – Völlig fertig mit dem Patriarchat“ weiterlesen

6. März 2022 – Auf nach Chemnitz zum Frauenknast

Auch in diesem Jahr laden wir euch ein, mit nach Chemnitz zu kommen und den in der Frauen-JVA Chemnitz Inhaftierten eure Solidarität zu zeigen. Los geht’s am 6. März 2022 ab 15 Uhr in der Thalheimer Straße 29, also direkt vor der JVA. Unten findet ihr den Aufruf.

Zwei Tage später, am 8. März, dem feministischen Kampftag, wird es auch in Dresden nicht still bleiben. Wir halten euch dazu auf dem Laufenden!

Aufruf zur Kundgebung an der Frauen-JVA Chemnitz des feministischen Anti-Knast-Bündnisses – 6. März, 15 Uhr

Am 6. März, zwei Tage vor dem internationalen feministischen Kampftag, werden wir vor der Frauen-JVA Chemnitz demonstrieren. Wir möchten den dort inhaftierten Frauen und Queers zeigen: Ihr seid nicht allein! Wir wissen, dass ihr die Unterdrückung, die Gewalt und die Ausbeutung in unserer Gesellschaft hart zu spüren bekommt. Wir sehen aber auch, wie viele von euch sich wehren, sich für ihre Rechte einsetzen und sich gegenseitig helfen – und wir stehen dabei an eurer Seite.

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Feministische Kämpfe zum Hören: Vortrag und Podcast zu Feminismus und Gewerkschaft

Mit etwas zeitlicher Verzögerung erreichen euch jetzt Dinge zu Anhören, die von feministischer Gewerkschaftsarbeit bzw. klassenbewusstem Feminismus handeln.

Wir als AG Feministische Kämpfe in der FAU Dresden gehen immer mal wieder mit einem Vortrag auf Tour, der von zwei Paar Schuhen und einer wunderbaren Freundschaft handelt. Fem und Syndi, unsere lieben lästernden Freund:innen, begleiteten uns schon an verschiedene Orte, in wechselnder Besetzung und inhaltlich mit uns mitwachsend. Zuletzt war der Vortrag am 15.10.21 bei der FAU Leipzig zu Gast. Davon gibt es eine Aufnahme, die ihr euch hier anhören könnt: Vortrag Feminismus und Syndikalismus (danke für den Schnitt an die FAU Leipzig, und liebe Grüße an die AG Fem der FAU Leipzig!)

Außerdem bringen wir uns in den bundesweiten Arbeitskreis fem*FAU ein, der Feminist:innen aus verschiedenen FAU-Syndikaten zusammenbringt. Zu Fragen feministischer Organisierung in der FAU hat der Podcast ‚Übertage‘ aus dem Ruhrgebiet einige Fragen gestellt. Der am 16.01.2022 veröffentlichte Beitrag steht euch hier zur Verfügung: Übertage Podcast Folge 47: über die FEM*FAU in der Freien Arbeiter*innen Union

Viel Freude beim Hören! Wenn ihr Gedanken dazu, Widerspruch oder Zuspruch habt, meldet euch gern bei uns 🙂