Programm im Rahmen der Kundgebung am anarchistischen 1. Mai in Dresden
14:00-16:30 Uhr am Jorge-Gomondai-Platz
Mehr Infos zum Programm findet ihr hier.
14:10-14:30 Uhr: Warm Up – Speeddating
14:30-15:00 Uhr: FAU-Vorstellung
14:30-16:30 Uhr: Zine-Workshop
Seit 1890 finden am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, weltweit Streiks und Proteste statt. Dem vorrausgegeganen sind seit den 1850er Jahren Arbeitskämpfe für den 8 Stunden Tag. In diesem Zine-Workshop wollen wir auf die lange Geschichte der Arbeiter*innenbewegung zurückblicken und uns auf kreative Weise damit beschäftigen, wie wir heute um bessere und gerechtere Arbeitsbedingungen kämpfen können.
Zines sind kleine selbstgestaltete Hefte, die aus Texten, Collagen und Zeichnungen zusammengesetzt sind. Während des Workshops erstellt ihr euer eigenes Zine zur Frage: „Was wolltest du deiner Arbeitgeber*in schon immer sagen?“
Beim Workshop erwarten euch zu Beginn eine thematische Einführung zur Geschichte des 1. Mai und eine Anleitung zum Falten eures Zines. Alle Materialien, die ihr braucht, sind vor Ort vorhanden.
15:00-16:00 Uhr: Organisieren gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist weit verbreitet – trotzdem stehen Betroffene oft alleine da. Damit sich das ändert, wollen wir über Rechte informieren, Erfahrungen teilen und gemeinsam Wege aus der Ohnmacht aufzeigen.
Ausgehend von unseren Erfahrungen aus einem Arbeitskampf in der Dresdner Gastro, zeigen wir die Möglichkeiten auf, die das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Betroffenen juristisch eröffnet: Was gilt als sexuelle Belästigung? Welche Rechte gibt es – aber vor allem: Wo stößt das Recht an seine Grenzen?
Der Schwerpunkt des Formats liegt auf kollektiven Handlungsstrategien: Wie können wir uns gemeinsam wehren? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Was hat geholfen? Wir sprechen darüber, warum Organisierung mit Kolleg*innen wichtig ist und welche Möglichkeiten gewerkschaftliche Kämpfe bieten, um gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz handlungsfähig zu werden.
16:00-16:30 Uhr: Tanzen heiszt Widerstand!
Seit Jahren herrscht Krieg in allen Teilen Kurdistans. In den Bergen kämpfen die Guerilla gegen türkische Drohnen und Helikopter. In Syrien wurde der islamische Staat zwar besiegt, doch nun steht man einem repressiven Regime gegenüber, das alles tut um kurdische Selbstverwaltung einzuschränken. Im Iran bombardiert das Mullah Regime die kurdischen Gebiete und lässt kurdische Demonstrant:innen verhaften und hinrichten.
Doch trotz allen Schwierigkeiten haben unsere kurdischen Genoss:innen nie aufgehört zu tanzen. Wir stehen hier einem immer stärkeren Rechtsruck gegenüber, die Rechte von Frauen, queeren Menschen, Geflüchteten und uns allen werden immer weiter abgegraben. Doch wir geben nicht auf, wir lassen uns nicht einschüchtern. Und um dem einen Ausdruck zu geben, wollen wir mit euch einen kurdischen Tanz lernen.
Dabei nehmen wir uns alle bei den Händen und tanzen gemeinsam, denn nur gemeinsam können wir das Patriarchat, den Kapitalismus und den Faschismus überwinden.



