Aktionen am anarchistischen 1. Mai in Dresden
- 12:00 Uhr – Wettiner Platz: Demonstration
- 14:00 Uhr – Jorge-Gomondai-Platz: Kundgebung mit Ständen und Workshops
- 19:00 Uhr – FAU Lokal (Bürgerstr. 52): Get together und FAU-Lokalgeburtstag
Auch dieses Jahr wollen wir uns mit euch gemeinsam die Straße nehmen, um am traditionellen Arbeiter*innenkampftag unsere anarchistischen Überzeugungen stark zu machen. Dieser Tag steht für erkämpfte Rechte der Arbeiter*innen, die aktuell wieder massiv angegriffen werden.
Was Bundeswirtschaftsministerin Reiche eine „Rückbesinnung auf mehr wirtschaftliche Freiheit und Eigenverantwortung“ nennt, meint einen gnadenlosen Kahlschlag sozialer Sicherungssysteme zugunsten einiger weniger. Merz agitiert entgegen jeder faktischen Grundlage gegen „Arbeitsverweigerer“, vermeintlich ausufernde Kosten beim Bürgergeld und das eigens erfundene Konzept der „Lifestyle-Teilzeit“. Die Bürgergeldreform, die Streichung von Gesundheitsleistungen aus dem Katalog gesetzlicher Krankenkassen, Kürzungen bei der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Anhebung des Rentenalters, die Schwächung der gesetzlichen Rente und die Abschaffung des Acht-Stunden-Tages werden ernsthaft diskutiert, oder sind bereits beschlossen – all das praktisch ohne nennenswerte Proteste. Die ohnehin schon völlig absurde Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums verschiebt sich dabei nur in eine Richtung – und zwar noch weiter nach oben.
Aber wir wollen weit mehr, als den aktuellen Status quo zu verteidigen und damit aufrechtzuerhalten. Wir wollen darüber sprechen, was Arbeit für uns bedeutet und wie sie gestaltet sein könnte, wenn sie nicht kapitalistischen Logiken untergeordnet wird, sondern wenn wir sie frei von Ausbeutung und Unterdrückung selbst organisieren. Wir wollen darüber nachdenken, was wir wirklich brauchen und wie wir das herstellen können, ohne dabei unsere globale Lebensgrundlage zu vernichten und ohne davon krank zu werden. Wir wollen, dass die Arbeit, die getan werden muss, fair verteilt wird – global, aber auch in Bezug auf Geschlecht. Wir wollen Wege diskutieren, wie wir als Gesellschaft weniger (nicht mehr!) lohnarbeiten können, um genug Zeit für das zu finden, was wirklich wichtig ist: die Pflege von sozialen Beziehungen, der Aufbau solidarischer Gemeinschaften, der Erhalt von Gesundheit, Bildung und politische Mitgestaltung, …
Arbeit, Arbeit, Arbeit?
Wir wollen mehr vom Leben!
Also kommt zahlreich zur anarchistischen Demonstration am 1. Mai!


